Schlagwort: lyrix

Seelenraum

Dieses Bild ist mir die letzten Abende im Kopf herum gespukt.
Jetzt ist es mir gelungen es einzufangen und in Worte zu packen 🙂

wie ein altes zimmer,
mit wänden voll leerer flecken,
wo einst schöne bilder hingen…

mit zerschlagenen fenstern,
voll mit blinden scherben,
durch die einst die sonne einer liebe schien…

und einer knarzenden,
zersprungenen tür,
die in ein ungewisses leben führt…

der leere seelenraum,
voll mit den echos von erinnerungen,
wie lose blätter im wind der zeit,
von wünschen und ängsten durchdrungen,
und dem gedanken an die zeit zu zweit…

Nachtgedanken

das hier ist irgendwann während meiner Zeit im Studentenwohnheim entstanden. Eine Zeit in der Ich mehr Nachts- als Tagsüber aktiv war…

die schrillende stille der sommernacht schwebt vor meinem fenster,
untermalt von dem fernen rauschen der stadt im tal,
das warme orangene licht der strassenlampen taucht die szenerie da draussen in surreale klarheit,
überdeckt die farben der nacht mit seinem glühenden lichtbrei,
zieht eine scharfe grenze zwischen dem licht und der dunkelheit,
die kühle der luft ist fast so greifbar wie wasser und lässt den herbst erahnen,
den ich ob der hitze des tages die zur zeit herrscht herbei sehne,
und ich sitze hier,
und lasse meine gedanken schweifen,
wie so oft um diese zeit,
ich denke an die ereignisse des tages,
der vergangenen nacht,
der letzten tage und wochen und habe wieder das gefühl das irgend etwas fehlt,
das mir etwas fehlt was ich offensichtlich noch nie besessen habe?
laufen,
rennen,
hetzen,
jagen,
den speer fest im griff,
meine beine tragen mich unermüdlich auf das ziel zu,
welches in wilder angst versucht mir zu entkommen,
doch ich bin schneller,
stärker,
ich bin ein jäger und nicht alleine,
da sind noch andere wie ich,
und gemeinsam bringen wir ein tier zu fall das einer alleine nicht besiegen könnte,

sind das erinnerungen?

erinnerungen an ein lange vergangenes leben?
oder sind es visionen einer fernen zukunft?
ich denke oft über mein leben nach,
und stelle fest das ich dieses lebens überdrüssig bin,
nein,
nicht das ich sterben will,
dazu bin ich zu neugierig auf das was die zukunft so bringt,
aber ich bin den “annehmlichkeiten” unserer zivilisation überdrüssig,
all diese materiellen werte an die ich mich binde,
und die mich dann binden,
all die regeln die ich wissentlich und unbewusst befolge,
und all die unterdrückten wünsche und bedürfnisse,
die in mir schlummern und in meinen wildesten träumen an die oberfläche brechen,
ich stelle mir oft vor AUSZUBRECHEN aus dem kreis dieser regeln und annehmlichkeiten,
auszubrechen aus dem alltäglichen getriebe das wir gesellschaft nennen,
ich stelle mir oft vor etwas zu tun das mich aus der grauen masse hervorhebt,
das mir zeigt das ich noch lebe,
allein schon die vorstellung lässt sich etwas regen in mir,
lässt mich innerlich lächeln,
aber dann denke ich daran ob ich das wirklich möchte,
ob ich wirklich aus der masse heraustreten will,
wo ich doch so nach harmonie und ruhe strebe,

wahrlich seltsam,

der revoluzzer in mir scheint offensichtlich mit dem ausbrechen in gedanken zufrieden zu sein,
und lässt den bürger in mir sein leben leben,

noch…

vielleicht ist es nur eine frage der zeit,
bis ich explodiere und dieses leben von heute auf morgen ändere,
ohne rücksicht auf verluste!
vielleicht bleibe ich aber weiterhin der revoluzzer im geiste der ich bin…
vielleicht ist die revolution im geiste sogar die einzig wahre,
denn nur im geiste bin ich wirklich frei…

Love of my Livetime

das hier hab Ich vor 3 oder 4 Jahren schon geschrieben, für niemanden spezielles, aber auch in recht, hm, melancholischer Stimmung…


love of my lifetime, where are you?
love of my lifetime, i miss you
love of my lifetime, i need you
love of my lifetime, i search for you

but where to start?
the only thing to guide me, is that sting in my heart!

shall i ride the four winds to search the skies,
from the hot deserts to the polar ice?
shall i climb the highest mountains reaches,
and dive into the deepest jungle lake,
to find you, my love, to fill the breaches,
which cause my heart to ache,
or shall i roam the seven seas at last,
from the atlantic ocean to the pacific vast?

love of my lifetime, where must i go to find you?
shall i travel to the lunar craters,
or even up to mars?
for your love is all i lack,
i will even go to hell and back,
if i can find you there!

but wait a minute,
hell,
i am already there,
cause without you,
my love,
theres hell everywhere…

Gedanken

dieses Gedicht ist in einer Zeit entstanden, in der Ich wirklich ziemlich unter Strom gestanden hab …

Warum kann Ich meine gedanken so schwer in Worte fassen?
So schnell wie sie auf mich einstürzen kann Ich garnicht tippen!
Ok,
die Gedanken sind frei,
aber so unstet,
unvollständig,
lassen sich nicht zu Ende bringen,
flatterhaft wie ein nervöser Vogel,
wie Blätter im Herbstwind,
ziellos,
planlos,
endlos…
vom hundertsten ins tausendste,
wie die Landschaft die am Zugfenster vorbeirast,
verändern ständig ihre Gestalt wie die sturmgepeitschten Wolken,
von der Vergangenheit ins jetzt,
vom jetzt ins hier,
ins morgen,
und wieder zurück,
wie ein Film auf Schnelldurchlauf…
wenn Ich mich auf einen einzelnen Gedanken konzentriere,
überkommt mich die Angst einen anderen vielleicht wichtigeren Gedanken zu verpassen,
einen Sack Flöhe zu hüten ist leichter…
selbst im Schlaf läuft das Gedankenkino,
sorgt für wirre Träume und verschwitzte Laken…
so vieles,
so wichtiges,
so sinnvolles,
so bedenkenswertes,
ist es das wirklich?

…muss ich mal drüber nachdenken…

Ode an die Schokolade

das hier war mein allererstes Gedicht! 🙂
Das schrieb Ich seinerzeit für eine süsse Frau, in die Ich mich recht heftig verguckt hatte


oh schokolade,
samtig weiche verführung,
du inbegriff der sinneslust,
mich zehrt nach dir,
mag dich verzehren,
jeden tag und jede nacht,
mag dich entblättern,
dich befreien,
und das knistern deiner packung ist eine arie der lust!

oh schokolade,
labest meine gier,
liegst hier vor mir in deiner pracht,
und mein auge schmeichelt dir,
folgt deiner perfekten form,
misst deinen leib,
der mir prall entgegen lacht!

oh schokolade,
ich bin dein,
bin dir verfallen,
bis tief ins bein,
dein anblick lässt mein fleisch entzücken,
und schickt schauern mir,
die mich beglücken,
so beuge ich mich deinem willen,
zu liebkosen deine rillen…

oh schokolade,
wie gern würd meine zunge,
sich in dir vergraben,
von deiner süssen würze kosten,
und mich laben,
an deinem lieblichen geschmack,
der herb an meinem gaumen kitzelt,
wie möcht deine sanften hügel ich erkunden,
die mir so vortrefflich munden,
möchte dich geniessen und verschlingen
und mit deinen sinnen ringen…

doch ach,
ich muss mich plagen,
mit den dingen die dich mir versagen,
scheinst mir nah und bist so fern,
als wärst du auf nem andren stern,
dessen anblick dunkle wolken mir verwehrn,
doch was mich wirklich quält,
oh schokolade,
ich bin leider auf diät…