maobes phantastische welten

hinein... hindurch... und darüber hinaus!

Schlagwort: Vögel

Anatidaephobia

anatidaephobia – die übertriebene Furcht davor, von Enten beobachtet zu werden…

Wildlife in der City

Da fährt man runter “ins Dorf” zum einkaufen, und geht zuvor noch eine Runde in der Allee spazieren. Kaum ausm Auto, kommen drei Nilgänse(!) auf der Rennwiese runter und zwei davon kloppen und beissen sich ganz arg und wüst, während die dritte lauthals rumschreit und wohl ihren Favoriten anfeuert. Gute fünf Minuten geht das so, bis sich der unterlegene lösen und davon fliegen kann, verfolgt von den beiden anderen. Etwa 50 Meter weiter fällt mir eine grosse majestätische Bewegung ins Auge und Ich seh grad noch einen recht grossen Graureiher im Schwarzbach landen, keine 10 Meter weit weg von Mir. Und kurz darauf zischt ein Schwarm Halsbandsittiche, die hier in ZW auch heimisch geworden sind, laut quietschend und pfeiffend über mich hinweg! Wildlife in Zweibrücken. Mitten in der Stadt.

Fögel :-)

In der zweibrücker Allee gibts eine der grössten Kolonien von Saatkrähen der Region. Und in deren Nachbarschaft eine Menge anderer Vögel. Vor allem Stare. Und Halsbandsittiche! Diese ehemaligen Exoten sind seit etwa den 1960ern in Deutschland heimisch, durch Einwanderung und Auswilderung entflogener Vögel. Und sie passen sich verdammt gut an, wie man dieser Tage bei Minusgraden mal wieder sehen kann. Hier in ZW gibts etwa ein Dutzend, schätze Ich, und es ist ein surreales Gefühl wenn man bei einem Winterspaziergang im schwarzen allerlei der Rabenvögel plötzlich diese bunten Clowns entdeckt. Mal sehen ob Ich davon bei Gelegenheit noch mehr vor die Linse krieg 😀

Vögel in der City

Es ist schon erstaunlich was man in den zersiedelsten Gebieten so an Tieren im allgemeinen und Vögel im speziellen beobachten kann. Die Baulandschaft bietet Ihnen vielfältigere Nist- und Lebensräume als man gemeinhin vermuten mag. Ich schätze das die Tierwelt in unseren Städten besser zurecht kommt als wir in deren natürlichen Lebensräumen, der sogenannten “freien” Natur. Als Ich vorhin von der Tanke auf die Straße fuhr, konnte Ich aus den Augenwinkeln einen grossen weissen bzw. hellen Vogel auf einem Zaunpfosten an der Straße sitzen sehen. Ich tippe auf eine Schleiereule. Ein sehr schönes Tier und ein absolut seltener Anblick, finde Ich. Schade das man nie eine Kamera zur Hand hat wenn man sie mal wirklich braucht.

Turmfalken und Sperber sieht man hier auch immer wieder, schliesslich können Sie in der Stadt recht gute Jagd auf Tauben machen, sofern diese sich nicht gerade in unserer Nähe, z.b. in der Fussgängerzone, herumtreiben. Die allgegen- und widerwärtigen Tauben. Zu dämlich einem Auto auszuweichen wenn es direkt auf sie zu rollt und immer irgendwie dreckig und oft mit irgendwelchen Geschwüren am Kopf oder den Füssen. Ich hab mal eine Taube beim Baden in einem kleinen Gewässer beobachtet. Das Wasser schillerte danach als hätte jemand Benzin rein gekippt. Irgendwie nicht verwunderlich für ein Tier, das sich immer irgendwo auf Strassenniveau herum treibt. In der Fussgängerzone muss man eh immerzu aufpassen, das einem die Viecher nicht an den Kopf knallen, wenn Sie, von alten Muttchen fettgefüttert, zwanzig Meter freie Bahn zum hoch kommen brauchen. Da wünscht man sich dann schon mal eine HandFLAK. Oder einen Tennisschläger.

Ein ebenso faszinierendes Stadtgeräusch ist der Gesang (Ich glaube man nennt das “schlagen”) einer Amsel in den frühen Morgenstunden. Gerade mitten in der City, wo man zu dieser Zeit nur Klimaanlagen und den ein oder anderen Lieferwagen hört, hat dieser Gesang eine absolut magische Wirkung, die aus einem drögen Gang zum Bäcker einen kleinen Spaziergang durch einen verzauberten Betonwald machen kann. Dann sind da grosse Krähenschwärme die in den Bäumen der Allee und der grossen Parks Ihre Nester haben. Ihre Teils melancholisch anmutenden Rufe könnte Ich Mir stundenlang anhören. Krähen sind sowieso sehr faszinierende Vögel. Zum einen Scheu wie das sprichtwörliche Reh, zum anderen frech wie Oskar wenn es schnell was abzugreifen gibt! Nur Möwen sind dreister. Aber die gibts hier zum Glück nicht. Die Wasserflächen hier in ZW sind auch immer ein Ziel für Wasservögel. Enten gibts hier massig, dazu auch die ein oder andere Wildgans. Aber auch kleinere Wasservögel, wie die Wasseramsel zum Beispiel. Ein interessanter kleiner Vogel, den man im Sommer an den felsigen Stellen des Schwarzbaches gut beobachten kann. Man muss nicht zwingend in irgendeinen Zoo oder Tierpark oder sonstwo hin, um Tiere beobachten zu können. Sehenden Auges durch die City streifen reicht da schon aus.

Ich glaube Ich werde den nächsten grösseren Urlaub der Vogeljagd verschreiben.

Fotografisch gesehen natürlich 😉

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