maobes phantastische welten

hinein... hindurch... und darüber hinaus!

Schlagwort: Leben

Ein internationaler Abend

Einige Jungs aus Amiland (Mann können die saufen…), einer davon aus Illinois, die zur Zeit ein Training bei einem hier in der Stadt ansässigen Landmaschinenhersteller machen. Dann uns handvoll Deutsche (der Könichdrei und Ichzwei), und auf der Bühne ein Maori aus Neuseeland mit seiner Gitarre als Gastmusiker, der unter anderem Stücke von Metallica, Jonny Cash, Tom Petty, Prince und Credence Clearwater Revival spielt. Das ganze in einem Irish Pub in einem kleinem saarpfälzischem Städtchen kurz vor Frankreich .

Nette bunte Mischung, gute Musik, leckeres Bier, heimtückisch fliegende Gläser, liebevoll geworfene Becher und eine absolut geniale Stimmung mit interessanten Gesprächen bei denen man sein Smalltalkenglisch aufpolieren konnte.

Very nice 8)

Antwort auf: Was war. Was bleibt.

Den Tod eines nahen Verwandten zu erleben ist etwas, das einen umhaut, erlebt man es das erste Mal. Die Hilflosigkeit. Die Ratlosigkeit. So viele unterschiedliche Gefühle, und so viel davon auf einmal. Die Tatsache, daß die Welt sich gnadenlos weiterdreht. Die Sonne gleißend weiterscheint. Und es wird nur schlimmer, wenn man es zum 1+n-ten Male erlebt.

Das kann Ich verdammt gut nachvollziehen. Es ist die wohl erschütternste Erkenntnis überhaupt, die sich aus so einer Situation ergibt:

Das Leben geht weiter. Irgendwie.

Das Leben geht ungebremst weiter und reisst einen einfach mit, ob man will oder nicht. Man funktioniert noch. Mehr oder weniger. Aber nichts mehr ist wie es mal war. Man wird sich seiner eigenen Sterblichkeit auf schmerzhafte Art und Weise bewusst, wenn “das Sterben” in der Verwandtschaft beginnt, und man erkennt, das diese gewisse Ära einer “ganzen” Familie plötzlich vorbei ist. Es bleiben eine Menge unbeantworteter Fragen. Man hält eine Weile inne, zuckt dann mit den Schultern und macht einfach weiter. Und trägt in sich eine riesige schwärende Wunde die nur langsam vernarbt. Man beginnt sich mit Dingen zu beschäftigen, an die man vor einigen Jahren noch keinen einzigen Gedanken verschwendet hätte. Fragt sich, ob man sich damit nicht selber runter zieht. Aber irgendwie MUSS man sich damit beschäftigen um zu verstehen was überhaupt passiert ist. Und um überhaupt damit umgehen zu können. Die Wertigkeiten des Lebens verändern sich, was früher wichtig erschien ist plötzlich nebensächlich und vernachlässigbar geworden.  Neues tritt auf den Plan und Erkenntnisse reifen heran, von denen man noch nicht genau weis, wohin sie letztendlich führen werden. Und eventuell erschrickt man ein wenig vor sich selbst, weil man sich plötzlich mit anderen Augen sieht, und erkennt wie man funktioniert und was für ein Scherbenhaufen man selbst eigentlich ist.

Was uns nicht umbringt … quält uns. Eine Weile. Und dann immer mal wieder.

Aber das Leben geht weiter. Auf jeden Fall.

Just be

Manchmal ergibt es sich einfach. Eine kurze Absprache zwischen Freunden die sich gut verstehen. Wir gehen Sternschnuppen gucken! Raus aus der Firma. Rein in den Feierabend! Treffen vorm Haus. Dann rein in den Laden, mit einer Handvoll Blechbier wieder raus. Zwischenstop beim Dönermann. Dann rauf aufn Berg, ab in die Pampa. Es ist bewölkt. Egal!

Zwei Freunde.

Die Lichter der Stadt zwischen den Hügeln.

Döner aus der Hand.

Bewusstes Sakrileg am Abend:

Guiness aus der Dose und Rotwein im Pappbecher.

Nacheinander versteht sich.

Dazwischen das ein oder andere Biermischgetränk.

Das mit dem X.

Unten im Tal, da ist ein stückchen Toskana.

Und auf dem Autodach ist eine Ameiseninvasion.

Am angrenzenden Industriebau heult eine Dogge in den Abend.

Ein dumpfer, unwirklicher Laut, der zuerst klingt wie ein aufheulendes Gebläse.

Kurze Zeit später fetzt sich eine Katze mit irgendwas im nahegelegenen Gebüsch!

Grillenzirpen erfüllt die Luft des lauen Augustabends. Immer wieder erstaunlich das etwas so kleines so laut sein kann.

Mitten im zersiedelsten Land Europas ist die Natur doch direkt vor der Haustür.

Und wir sind mittendrin.

Einige wenige Sterne sind zu sehen, zwei Satelliten ziehen ihre Bahn am Firmament.

Männergespräche. Miteinander. Übereinander. Voneinander.

Ein bisschen rumspinnen was man so mit ´nem Jackpot machen würde. Das tut gut. Die Gedanken sind frei.

Die Erkenntnis,  wie sehr der Mensch sich doch von seiner Natur entfernt hat: einen Job zu machen, den man nicht wirklich mag, und nur hat, um Rechnungen zu zahlen, für Dinge die man nicht wirklich zum Leben braucht. Unsere Altvorderen hatten irgendwie das bessere LEBEN. Den ganzen Tag in Bewegung, Jagen, Nahrung suchen, Werkzeuge herstellen und reparieren, und Abends mit den anderen rund ums Feuer sitzen, und sich Geschichten erzählen.

Heute sitzen wir alleine zu Hause vor flimmernden Kisten. Und lassen uns Geschichten erzählen. Bis wir einschlafen.

Das nennt sich dann Zivilisation.

Rollende Rülpser knattern markig urtümlich durch die Luft. Lachen. Singen. Niemand hört uns? Keiner stört uns!

Just be.

Here we are… born to be kings… we are the princes of the universe!

St. Patricks Day 2009

[singlepic id=734 w=640 h=480 float=center]

Das war ein grossartiger Abend im Killarney (wo man sich die Mädels hinterm Tresen nicht schön saufen muss), mit guten Freunden, interessanter Musik, der obligatorischen Stew und ordentlich Bier und Whiskey bis zum heimwanken… 8)

Der Abend brachte übrigens die Bestätigung, das eine schöne Frau aus einem Mann einen Gewinner machen kann und das manche Mädels dafür prädestiniert sind einen Hut zu tragen. 🙂

Apropos HUT: der Abend hätte imho auch unter “Ministry of silly Hats” firmieren können… :mrgreen:

Erlebnisse kurz nach Feierabend

Manchmal erlebt man Tagelang nichts besonderes, und manchmal kommt dann alles auf einmal. Zum Beispiel heute Abend. Ich steig aus dem Auto aus, und bewundere vorm Haus noch ein Weilchen den sommerlichen Sternenhimmel, als Mir ein kurz aufgleissender, sich schnell bewegender “Stern” auffällt, der von Süden nach Norden zieht. Und dessen Bahn kurz darauf von zwei anderen, sich schnell und fast parallel nach Osten bewegenden Punkten gekreuzt wird. Satelliten! Gleich drei Stück! Meist sehe Ich nur einen, oder höchstens zwei in grossem Abstand zu einander. Aber diesesmal waren es gleich drei, die sich über Sekunden hinweg im selben Blickfeld aufhielten,  wovon einer hoch genug war um noch kurz das Sonnenlicht grell zu reflektieren bevor er in den Nachtschatten der Erde trat. Sowas so rein zufällig zu sehen ist eher selten würd Ich sagen. 🙂

Nach dem Ich den ersten Satelliten noch eine kurze Weile beobachten konnte, ging Ich dann weiter den Weg zur Haustür hoch, als plötzlich ein graubrauner Schatten vielleicht nur eine Armlänge über meinem Kopf die Nacht durchflatterte. Eine Fledermaus. Und zwar eine recht grosse. Schnell und absolut leise huschte sie über Mich hinweg. Wenn Ich nicht eh nach oben nach dem Satelliten geguckt hätte, wäre Mir das total entgangen! 😀

Eine Minute später war Ich dann oben in meiner Wohnung, begeb Mich ins Bad um den Dreck des Tages los zu werden, als es plötzlich knallt, blitzt und pfeifft: FEUERWERK! Offenbar mitten in der City und nur wenige hundert Meter weit weg. Die ersten vier oder fünf Raketen waren offenbar noch von Silvester übrig geblieben, aber danach kamen noch einige mehr professionellere Feuerwerkskörper hoch. Eine mondäne Sommerparty der zweibrücker High-Society? So mit “Ohdöfres”-Schnittchen am Pool und Sekt? Wer weiss… vielleicht steht ja Morgen was in der Zeitung dazu 🙂

Jo, und dann steh Ich unter der Dusche, gucke hoch an die Decke, und denke Mir: WTF? Irgendwas grosses grünes. Eine Eintagsfliege? Nee. Besser. Ein Grashüpfer! 😀 Dann hab Ich wohl ´nen Untermieter zu Zeit 😉

Es mögen für den aussen stehenden total banale Ereignisse sein, aber für Mich sind das die kleinen Momente im Leben, die selbiges äusserst Lebens- und auch Liebenswert machen 8)

Da fehlten jetzt noch Glühwürmchen, die wie letzten Sommer über der Wiese zwischen den Häusern tanzten. Aber dafür isses wohl schon etwas zu spät im Jahr, glaub Ich.

Es ist SOMMER.

Das Leben ist Bunt. Und Granatenstark!

maobes phantastische welten © 2018 Frontier Theme
error: Content is protected !!