maobes phantastische welten

hinein... hindurch... und darüber hinaus!

Schlagwort: Erkenntnis

Antwort auf: Was war. Was bleibt.

Den Tod eines nahen Verwandten zu erleben ist etwas, das einen umhaut, erlebt man es das erste Mal. Die Hilflosigkeit. Die Ratlosigkeit. So viele unterschiedliche Gefühle, und so viel davon auf einmal. Die Tatsache, daß die Welt sich gnadenlos weiterdreht. Die Sonne gleißend weiterscheint. Und es wird nur schlimmer, wenn man es zum 1+n-ten Male erlebt.

Das kann Ich verdammt gut nachvollziehen. Es ist die wohl erschütternste Erkenntnis überhaupt, die sich aus so einer Situation ergibt:

Das Leben geht weiter. Irgendwie.

Das Leben geht ungebremst weiter und reisst einen einfach mit, ob man will oder nicht. Man funktioniert noch. Mehr oder weniger. Aber nichts mehr ist wie es mal war. Man wird sich seiner eigenen Sterblichkeit auf schmerzhafte Art und Weise bewusst, wenn “das Sterben” in der Verwandtschaft beginnt, und man erkennt, das diese gewisse Ära einer “ganzen” Familie plötzlich vorbei ist. Es bleiben eine Menge unbeantworteter Fragen. Man hält eine Weile inne, zuckt dann mit den Schultern und macht einfach weiter. Und trägt in sich eine riesige schwärende Wunde die nur langsam vernarbt. Man beginnt sich mit Dingen zu beschäftigen, an die man vor einigen Jahren noch keinen einzigen Gedanken verschwendet hätte. Fragt sich, ob man sich damit nicht selber runter zieht. Aber irgendwie MUSS man sich damit beschäftigen um zu verstehen was überhaupt passiert ist. Und um überhaupt damit umgehen zu können. Die Wertigkeiten des Lebens verändern sich, was früher wichtig erschien ist plötzlich nebensächlich und vernachlässigbar geworden.  Neues tritt auf den Plan und Erkenntnisse reifen heran, von denen man noch nicht genau weis, wohin sie letztendlich führen werden. Und eventuell erschrickt man ein wenig vor sich selbst, weil man sich plötzlich mit anderen Augen sieht, und erkennt wie man funktioniert und was für ein Scherbenhaufen man selbst eigentlich ist.

Was uns nicht umbringt … quält uns. Eine Weile. Und dann immer mal wieder.

Aber das Leben geht weiter. Auf jeden Fall.

Leben im Konjunktiv…

Ich hatte dieser Tage wieder so eine Phase, wo Ich mich gegen das Gedankenspiel mit der Vergangenheit nicht wehren konnte.
Mir gingen Dinge durch den Kopf, Situationen die mein Leben nachhaltig beeinflusst haben, Entscheidungen die Ich getroffen habe und ihre Folgen…

…und immer wieder der Gedanke:

Hätt Ich nur…
Ich hätte sollen…

HMPF!!! AUS!!! KSCH!!!

Was soll das denn!?

Was bringt es Mir, darüber nachzudenken wie sich die Dinge vielleicht hätten entwickeln können, wenn Ich bestimmte Dinge anders angegangen wäre? Oder wenn Ich in bestimmten Situationen anders reagiert hätte?

Was bringt Mir das?

NIX!

Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern, und es bringt absolut NICHTS immer wieder auf diesen Dingen rum zu reiten und sich im Selbstmitleid und Zweifel an getroffenen Entscheidungen versinken zu lassen…

Die Zukunft ensteht aus der Vergangenheit, aber das Leben findet in der Gegenwart statt, und es liegt an Mir das beste aus dem JETZT und HIER zu machen…

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