Monat: November 2006

gekochte Jungfrauen

Aus unserer Reihe “fragwürdige ICQ-Dialoge” präsentieren wir Ihnen heute:
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10:51:48: bist du tot?
10:54:23: hey cool 😀 gratz! sorry, irgendwie ist die antwort nicht gleich rausgegangen. und nein, ich bin nicht tot, ich riech nur komiscn 😉
10:54:45: WAAAAAH
11:18:45: sooo, kunde erledigt 🙂
11:18:53: kaffe kalt ^^

11:18:56: ist ER jetzt tot?
11:19:00: wirst du ihn kochen?

11:19:20: na DA hab ich ja was angerichtet *rofl*
11:20:18: aber hallo 😉 ist doch klar, dass ich mich darin verbeisse
11:21:44: ach mädel, sei doch net so verbissen ;o)))))
11:22:15: und ausserdem koch ich nur jungfrauen (deswegen gibts zu haus auch so selten fleisch….)
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🙄

Updated: 9. November 2006 — 12:10

Mondaymorningblues

Das hier ist glaub Ich sogar an einem Montag entstanden. Ich habe es nochmal überarbeitet, es ist jetzt kürzer, drastischer und nicht mehr so weitschweifig.


so müde,
kaputt und leer,
mag nicht aufstehen,
bin so schwer,
alle last,
der welt,
auf meinen schultern,
sehn mich nach des traumes weicher wärme,

will nicht von ihr gehen,
von ihr,
der traumgeborenen venus,
sie ist mir nahe,
doch so fern,

schenkt mir im schlafe trost und wärme,
lenkt meinen traum in sich´re bahnen,
die welt ist in ordnung,
bei ihr,
doch nur in meinen träumen,

so grausam anders ist die wache welt,
reist mich in ein tiefes schwarzes loch,
ertränkt mit meinem fühlen,

ihr ein guter freund sein,
mehr als das,
angst vor zurückweisung,
zweifel und feigheit,
erstickt alles,

und immer und immer wieder: warum?

ich möchte schlafen,
nur noch schlafen,
ins traumland zurückkehren,
wo alles in ordnung ist,
jeder die macht hat,
seine wünsche zu erfüllen,
jeder sein kann,
was er will,

ich will schlafen.
so müde.

Updated: 7. November 2006 — 02:54

Glut

Auch schon sehr Alt und während einer recht kurzen und eher problematischen Beziehung enstanden. Ich hab es nochmal überarbeitet, stellen gekürzt und umgestellt, was die Wirkung verstärken sollte.

verlangen schwehlt tief in mir,
verborgen unter schichten,
von schichten,
aufgestaute emotionen
unbewältigte bedürfnisse,
was wird geschehen,
wenn diese glut sauerstoff erhält,
alles was sie bedeckt in brand setzt,

wird das feuer meiner eigenen lust mich verzehren,
eine ausgebrannte seele zurücklassen,
nach dem ich mir im animalischen wahn genommen habe was ich will,

wird der geist die triebe im zaum halten,
die kontrolle behalten und jeglichen instinkt,
mit kalter,
abweisender,
logik bekämpfen,

so wie immer,

das eine würde dich vernichten,
mich auf ewigkeit verdammen,
das andere würde mich zerstören,
mein herz auf ewig in eis einschliessen,

gelingt es mir mit deiner liebe,
die kräfte die mich beherrschen,
zu lenken,
nicht in einer einzigen,
apokalyptischen lohe zu vergeuden,
die uns beide vernichten würde

Updated: 7. November 2006 — 02:33

Frei

Ebenfalls eines meiner älteren Werke

so nahm ich also mein gutes schwert und meinen schnellen bogen,
stieg auf mein treues ross,
grüßte die leute am wegesrand und ritt,
die nase im wind,
gen osten,
den abenteuern entgegen,
begierig darauf neues zu erleben,

und als ich meinen rappen frei gallopieren ließ,
fuhr mir der wind durchs haar,
fielen die letzten aller zweifel von mir ab,
und ich war frei!!!

Updated: 7. November 2006 — 02:21

On the road again

Das hier ist auch schon ein paar Jährchen alt, geschrieben ein paar Wochen nach einer Trennung.


ich bin wieder unterwegs,
alleine,
auf der einzigen straße die ich kenne,
geboren alleine zu sein,
weis nicht wo ich mich des abends schlafen lege,
weis nicht was das morgen bringt,
weis nicht ob ich morgen überhaupt nochmal aufwache,
mein kopf ist schwer,
meine schultern gebeugt von der last der einsamkeit,
und mein rücken schmerzt von der last 1000 langer jahre,
mein einst federnder schritt,
jetzt lahm und schleppend,
trägt mich in eine ungewisse kalte welt,
bar jeglicher wärme,
ohne licht,
die ich nicht mein zu hause nennen kann,
trotz vieler freunde bin ich einsam,
fehlt mir doch das eine,
einzige,
wahre,
von dem ich nicht weis ob es überhaupt noch existiert…

alles was ich will ist ein wenig geborgenheit,
jemand zu dem ich zurückkehren kann,
der mir wärme gibt,
bei dem ich mich fallen lassen kann…

anscheinend ist es mein persönlicher fluch,
nicht das zu finden was ich suche,
und wenn ich denn doch gefunden habe,
es bald darauf wieder zu verlieren,
oder ist es eine grausame prüfung,
mir auferlegt von dem dämon der sich leben nennt?

ich bin der tröstenden worte satt,
die mir nur noch hohl klingende parolen sind,
der ratlosen hilflosigkeit der menschen die mir nahe stehen,
und doch so unendlich weit von mir entfernt sind,

ich muss mich finden,
irgendwo hinter dem horizont,
sonst drohe ich mich zu verlieren,
auf dem weg dort hin…

“…and here i go again on my own,
goin´ down the only road i´ve ever known,
like a drifter i was born to walk alone…”

Updated: 7. November 2006 — 02:15