Weihnachtsgruß 2020

Es gibt fast nichts auf dieser Welt, um das man sich wirklich scheren müsste. Seid freundlich, nehmt Rücksicht, seid großzügig und mitfühlend.
Unsere tatsächlichen Verpflichtungen in dieser Welt sind nur wenige, und die Zahl der Menschen, deren Meinung wir schätzen sollten oder die uns wirklich etwas bedeuten, ist überschaubar.
Geht raus, zeigt eure Farben, hisst eure Freak-Flagge, und seid gut zueinander.
Frohe Weihnachten, und geruhsame Feiertage, soweit es euch möglich ist. Bleibt Gesund, haltet die Ohren steif, und kommt gut ins neue Jahr!

Flachwitzgedicht

im tiefen kalt
da stehen bäume,
und dazwischen zwischenräume,
namentlich ein wald,
wo ein rudel gurken joggt,
und auf ´nem ast,
ein huhu hockt,
leise winkt er zu,
der heule,
die da weinet auf dem baum,
weil in einem zwischenraum,
die hagenutte sich frostituiert,
im tiefen kalt

AD ASTRA

AD ASTRA. Zu den Sternen. Der Film mit Brad Pitt in der Hauptrolle und dessen Trailer ein actionlastiges Mysteryabenteuer versprechen ist… Schwierig. Schwierig zu beschreiben. Auf jedenfall faszinierendes Kino. Ich würde ihn in der Riege 2001: Odysee im Weltraum einordnen. Die Trailer versprechen leider einen völlig anderen Film und werden der eigentlichen Story in keinster Weise gerecht. Es wird eine sehr zwischenmenschliche Geschichte erzählt, die sich im Rahmen einer Weltraummission ins äussere Sonnensystem abspielt. Und es geht dabei NUR um die Menschen. Wie weit muss ein Sohn gehen um… zu erkennen! Der technische Hintergrund ist wirklich nur das: Hintergrund. Und das wenige was man über die Technik so mitbekommt ist, zumindest für Mich als Raumfahrtinteressierten, anhand der wenigen Daten die überhaupt genannt werden oder dem bisschen was man von der Hightech so sieht, durchaus schlüssig. Man hat sich da Gedanken gemacht. Das die Darsteller die meiste Zeit in nüchterner Umgebung und in Raumanzügen zu sehen sind ist ein sehr guter Kniff, denn um so mehr konzentriert man sich als Betrachter auf das wenige was übrig bleibt: Mimik. Augen. Emotionen. Und das wirkt richtig gut, wie Ich finde. Ich finde AD ASTRA ist sehr gutes Kino. Und ein sehr ruhiger Film dazu, der aber nie langweilig wird. Ein Film der in einer einzigen Sequenz mehr erzählen kann als so mancher Krachbummpeng-Streifen über seine ganze Länge. Wer allerdings Popkornkino erwartet sollte Rambo oder ES gucken. Ad Astra ist Hirnkino und überlässt es dem Zuschauer seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Ach ja, und man sollte bis ganz zum Ende des Abspannes sitzen bleiben, und einfach die Musik wirken lassen, und wenn man es kann vielleicht ein bisschen in sich hinein lauschen, was der Film in einem selbst ausgelöst hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ad_Astra_…..

5 Jahre…

Fünf Jahre. Vor fünf Jahren war Ich dabei den vom Jobcenter empfohlenen Rentenantrag auszufüllen. Die Umschulungsmaßnahme hatte Ich abgebrochen, die schwarze Dame wollte es so und Mir war es, nun ja, eher egal. Ich war unten. Sehr weit unten. Das Jobcenter sah keinen grossen Sinn darin was anderes zu machen. Also Rente beantragen. Allerdings war die Rentenversicherung deutlich anderer Meinung! Und aus dem Rentenantrag wurde ein REHA-Antrag. Und auf die daraus resultierende REHA folgte eine lange Zeit unterschiedlicher weiterer REHA-Maßnahmen. Und jede davon brachte Mich ein Stück weiter zu Mir und letztendlich, im Januar 2018 wieder nach Birkenfeld, in die Umschulung, die Ich von neuem begann. Jetzt ist es Juli 2019 und Ich habe noch nicht ganz realisiert das die theoretische Ausbildung bis auf Kleinigkeiten schon seit zwei Wochen vorbei ist. Ich arbeite zur Zeit am Prüfungsantrag (und nebenbei schon am Projekt…) und gehe in vier Wochen ins Praktikum. Es hat sich so verdammt viel geändert, und trotzdem fühle Ich mich nicht wirklich anders. Was vielleicht auch dran liegt das Ich mich kaum noch an das “vorher” erinnere und Ich in so mancher Hinsicht ein anderer Mensch geworden bin. Älter. Weiser. Mit Mir und der Entwicklung zufrieden. Auch wenn bei weitem noch nicht sicher und klar ist ob der Praktikumsbetrieb mich übernimmt, sehe Ich eher entspannt in die Zukunft. Im Gegensatz zur Phase 13/14 weis Ich was Ich kann. Und das Ich es gut kann. Und Ich weis wer Ich bin. Und was Ich will. Und vor allem was Ich NICHT will. Das ist gut. Das gibt Stärke und Sicherheit. Aber all das hätte Ich ohne die ganzen Menschen -Mitrehabilitanden, Betreuer, Freunde, Therapeuten, Familie- die Ich in den letzten 5 Jahren getroffen habe nicht erreicht. Alle diese Leute, ihre Schicksale, ihre Reflexionen und Meinungen, ihr SEIN an sich, und Mein Umgang damit haben dazu beigetragen das Ich mich heute überhaupt wieder als MENSCH -mit all seinen Haken und Ösen und Umständen und allem- sehe und fühle. Und nicht mehr als die emotionslose Maschine, die einfach nur zu funktionieren hatte, und letztendlich zum Schrotthaufen wurde. Ein bisschen bereue Ich, all die Sachen die Ich in den Jahren so gesagt habe nie aufgeschrieben zu haben. So wie all diese Leute Spuren in Mir hinterlassen haben, hab Ich natürlich auch Spuren bei so manchem hinterlassen. Ob gute oder schlechte weis Ich nicht. Letzendlich ist das aber auch nicht wirklich wichtig, es kommt immer drauf an was das Individuum draus macht. Und viele haben nicht mal ansatzweise eine Idee davon welche Wirkung sie auf ihre Mitmenschen haben und wir uns ständig Gegenseitig beeinflussen…
OK, Ich merke das es Mir zur Zeit mächtig schwer fällt etwas zu denken das nix mit 1 und 0 und IT zu tun hat und jeder weitere Satz wäre eher erzwungen, daher sag Ich hier jetzt nur noch: DANKE. An alle die da waren, und an alle die da sind, und da bleiben.

St. Patricks Sonnenuntergang

Der Winter hat sich bereits verabschiedet und der Frühling kündigt sich nach dem letzten Sturm mit Macht an. Das Wochenende zum Paddys Day beschehrte uns hier in ZW tolle Sonnuntergänge…